Bioabfallpotenziale in Sachsen - Klimabilanzielle Aspekte der Biound
Grünabfallbehandlung
Im Rahmen der Bioabfallpotenzialstudie des Freistaates Sachsen wurden in Modellgebieten Iststandsanalysen und für ausgewählte Szenarien Detailuntersuchungen durchgeführt. Die Auswahl der Modellgebiete erfolgte mit dem Ziel, in typischen Entsorgungsgebieten des Freistaates Sachsen die Bedingungen hinsichtlich der Erfassung und Verwertung von Bio- und Grünabfällen zu untersuchen und entsprechende Aussagen zur Klimarelevanz und Wirtschaftlichkeit für ausgewählte Szenarien zu gewinnen. Mit dem Iststandsszenario wurden die vor Ort vorliegenden Bedingungen abgebildet.
Auf den Iststandsuntersuchungen basierend wurden Szenarien entwickelt, anhand deren die Auswirkungen gesteigerter Bioabfallerfassungsmengen bzw. Änderungen der Verwertungsverfahren für Bio- und Grünabfall untersucht worden sind. Schlussfolgerungen aus den Modellgebietsbetrachtungen sind für Bio- und Grünabfall getrennt aufgeführt.
2 Allgemeine ökologische Aspekte der Bio- und Grünabfallverwertung
Folgende allgemeingültige Aussagen wurden als Bilanzierungsgrundlage für die Biound Grünabfallbehandlung berücksichtigt:
· Die Eigenkompostierung ist ein zentraler Bestandteil der Verwertung von Küchen- und Grünabfällen privater Haushalte. Bei der Eigenkompostierung von Bio- und Grünabfällen liegen keine Aufwendungen für Sammlung und Transport vor.
· Holziger Grünabfall lässt sich in thermischen Behandlungsanlagen ökologisch vorteilhaft energetisch verwerten.
· In Bezug auf die Humusreproduktion liefern Bioabfallkompost und kompostierter Gärrest ähnliche Nutzwerte.
· Die Nährstoffbilanz der landwirtschaftlichen Bioabfallverwertung wird durch den Zwischenschritt der Vergärung nur leicht negativ beeinflusst (durch den Masseverlust bei der Vergärung).
· Für Düngezwecke ist der flüssige Gärrest besonders geeignet.
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