Erdwärme / Geothermie

Geothermie ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Oberfläche der festen Erde (VDI-Richtlinie 4640). Umgangssprachlich wird auch die Nutzung dieser Energie als Geothermie bezeichnet. Im Vergleich zu fast allen anderen regenerativen Energien ist sie abgesehen von oberflächennahen Bereichen nicht ursprünglich auf eingestrahlte Sonnenenergie zurückzuführen. Quelle der Geothermie ist fast ausschließlich die beim Zerfall radioaktiver Isotope im Erdinneren freiwerdende Wärme.
Das Thema der oberflächennahen Geothermie ist überwiegend in dem Kapitel Wärmepumpen dargestellt.
 
 
 
Die aktuellsten Fachartikel aus dem Bereich Geothermie

Von der grünen Wiese zum Kraftwerk - Planung und Realisierung einer Geothermie-Anlage
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2016)
Tiefe-Erdwärme-Heizkraftwerke stellen für die Projektbeteiligten höchste Anforderungen an Konzeption und Umsetzung. Die gec-co Global Engineering & Consulting - Company GmbH realisiert als 'Owner’s Engineer' am Standort Traunreut (in Bayern) seit 2010 eine strom- und wärmeerzeugende Geothermie-Anlage mit bis zu 12 Megawatt Wärme- und 4,2 Megawatt elektrischer Leistung. Die Erfahrungen in Traunreut zeigen, wie eine frühe Planung Handlungsspielräume bei der Kraftwerksumsetzung schafft. Derzeit speist die Geothermie-Anlage bereits das zweite Jahr in Folge Wärme in das Fernwärme-Netz der Stadt Traunreut ein, Anfang 2016 soll die Stromerzeugung folgen.

Über 20 Jahre erfolgreiche Geothermienutzung in Riehen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2015)
Die Dublette zur Wärmeerzeugung im schweizerischen Riehen ist ein geothermisches Vorzeigeprojekt für eine erfolgreiche Langzeitnutzung. Die Temperatur ist seit der Inbetriebnahme konstant und auch die hydrochemische Zusammensetzung hat sich über die 20-jährige Laufzeit nur geringfügig verändert. Hydro- und strukturgeologische Untersuchungen lassen ein großräumiges Fließsystem im Oberen und Mittleren Muschelkalk erkennen.

Geo-MTES: Saisonale Wärmespeicherung in Steinkohlebergwerken am Beispiel des Bergwerks Prosper-Haniel
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (12/2015)
Zielsetzung des Geo-MTES-Projekts ist es, die saisonal anfallende Abwärme aus Industrie- und Kraftwerksprozessen (z. B. Blockheizkraftwerken) bzw. solar erzeugte Wärme in das Grubengebäude des Bergwerks Prosper-Haniel einzuspeisen und im Winter bei Bedarf für die Wärmeversorgung von Wohn- und Gewerbegebieten in Anspruch zu nehmen. Bis mindestens 2018 ist das Steinkohlebergwerk Prosper- Haniel noch vollständig zugänglich, sodass Wärmespeicherkonzepte entwickelt und etabliert werden können.

 
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