Ersatzbrennstoffe haben seit vielen Jahren einen festen Platz in der Energieversorgung energieintensiver Industrien. Vorzugsweise in Prozessen mit robusten Feuerungsanlagen, die vergleichsweise lange Verweilzeiten des Brennstoffs bei hohen Temperaturen gewährleisten, wurde frühzeitig das wirtschaftliche Potential heizwertreicher Abfälle erkannt.
Der Überblick der in der deutschen Zementindustrie eingesetzten Ersatzbrennstoffe aus dem Jahr 2002 zeigt allerdings, dass nach wie vor in großem Umfang gut definierte und beschreibbare Industrieabfall- Monofraktionen zum Einsatz kommen (Bild 1). Mischabfälle kamen in der Vergangenheit nur im Ausnahmefall zum Einsatz, meist in Abmischung mit gut definierten Fraktionen. Unter den heute gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen wird sich diese Situation spätestens ab Mitte 2005 erheblich ändern.
Die Entsorgung des andienungspflichtigen Hausmülls wird künftig zu gut 30 % über mechanisch-biologische Anlagen sichergestellt werden, die aus dem Hausmüll – neben dem Wasseranteil und einem Rotteverlust – mindestens 20 bis 30 Masseprozent an heizwertreichem Material abtrennen werden. Das Angebot heizwertreicher Mischabfälle unterer Qualität als Vorprodukt der Ersatzbrennstoffproduktion wird also in erheblichem Umfang wachsen. Zusammen mit dem Ablagerungsverbot für heizwertreiches Material wird dies Konsequenzen für die Absteuerungskosten in diesem Qualitätssegment haben, die bislang noch schwer quantifizierbar sind.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH |
| Quelle: | Ersatzbrennstoffe 4 (2004) (November 2004) |
| Seiten: | 12 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dr.-Ing. Michael Heyde Dr. Andreas Thiele Dipl.-Ing. Stefan Wiethoff |
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