Einstufung von Fahrzeugkatalysatoren nach AVV und VVA

Fahrzeugkatalysatoren wandeln im Rahmen von Abgasreinigungssystemen von Otto- und Dieselmotoren schädliche Abgasbestandteile durch eine chemische Reaktion in unschädliche bzw. weniger schädliche Gase um. Sie bestehen aus einem Metallgehäuse, in dem sich als Kernstück des Katalysators ein Träger für eine hochporöse Schicht (Wash- Coat) befindet, die katalytisch wirkende Edelmetalle wie Platin, Palladium oder Rhodium enthält.

Abhängig vom Trägermaterial unterscheidet man zwischen Keramik- atalysatoren und Metall-Katalysatoren. Bei einem Keramik-Katalysator wird als Träger ein empfindlicher Wabenkörper aus Keramik (Keramikmonolith) verwendet. Zu seinem Schutz gibt es eine Lagermatte, die meist aus künstlichen Mineralfasern besteht. Sie sollen durch ihre thermische, chemische und mechanische Beständigkeit die rechtlich geforderte Dauerhaltbarkeit der Abgasreinigungsanlage sicherstellen.  Inzwischen werden zur Vermeidung gesundheitsschädlicher Wirkungen von künstlichen Mineralfasern auch sog. grüne Matten verwendet, deren Material als gesundheitlich unbedenklich gilt. Bei den teureren und deshalb selteneren, vor allem bei leistungsstarken Fahrzeugen  eingesetzten Metall- atalysatoren besteht der Träger aus einer Metallfolie (Metallmonolith)mit einer leicht elastischen, als Stoßdämpfer fungierenden Metallgewebematte. Dass aus Fahrzeugen ausgebaute gebrauchte Katalysatoren, die nicht für eine unmittelbare Wiederverwendung, sondern für eine Verwertung (Recycling) bestimmt sind, als Abfälle gelten, ist unzweifelhaft. Normalerweise erfolgt der Ausbau im Rahmen der Demontage von Altfahrzeugen in anerkannten Demontagebetrieben. Weil aber Fahrzeugkatalysatoren einige Gramm wertvolle Edelmetalle halten, deren Wert in den letzten Jahren enorm gestiegen ist, sodass man beim Schrotthändler für einen Katalysator mehrere Hundert Euro bekommt,werden diese Fahrzeugteile inzwischen auch von Dieben aus funktionsfähigen Pkw ausgebaut.



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Quelle: AbfallR 04/2023 (August 2023)
Seiten: 8
Preis: € 32,00
Autor: Dr. Olaf Kropp
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.

Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.

Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.