Brücken spielen eine essentielle Rolle als kritische Infrastruktur und haben in Folge des Hochwassers 2021 im Ahrtal schwere Schäden erlitten. Gerade im Mittel- und Unterlauf der Ahr wurde ein Großteil der Brücken überströmt und im Zuge dessen beschädigt oder zerstört. Zur Unterstützung des Wiederaufbaus wurden die Schäden an den Brücken entlang der Ahr kartiert und erste statistische Zusammenhänge der Schadensbilder analysiert, um hieraus Rückschlüsse für neue Brückenbauwerke zu ziehen.
Im Zuge des BMBF-geförderten Projekts 'Wissenschaftliche Begleitung der Wiederaufbauprozesse nach der Flutkatastrophe in Rheinland- Pfalz und Nordrhein-Westfalen: Impulse für Resilienz und Klimaanpassung' (kurz: KAHR für Klimaanpassung, Hochwasser und Resilienz) findet eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Hochwasserereignisses 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland- Pfalz statt. Bereits kurz nach dem Ereignis war ersichtlich, dass ein Großteil der sogenannten kritischen Infrastruktur zerstört wurde, welche die Versorgung von lebensnotwendigen Gütern und Dienstleitungen sicherstellt. Hierzu zählen unter anderem die Bereiche der Energie- und Wasserversorgung, aber auch der Verkehrssektor. Sowohl im Straßen- als auch im Schienenverkehr sind Brücken entscheidende Anlagen für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur [1]. Die Rolle der Brücken für das Ahrtal wurde besonders kurz nach dem Hochwasser deutlich, als Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen aufgrund fehlender Anbindungen durch zerstörte Brücken erschwert oder sogar behindert wurden. Weite Bereiche des Ahrtals waren schlicht nicht mehr bzw. nur noch über unbefestigte Wege von den Höhenlagen aus zu erreichen.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasser und Abfall 11 (November 2022) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Lisa Burghardt Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf Stefanie Wolf Elena-Maria Klopries |
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