Die chinesische Regierung hat 2003 damit begonnen, Kleinwasserkraftwerke (KWK) schwerpunktmäßig in ländlichen Gebieten aufzubauen. Bis heute wurden dabei mehr als 1 000 KWK errichtet. Vor diesem Hintergrund wurde das Deutsch-Chinesische Forschungsprojekt HAPPI durchgeführt. Ziel des Projekts war es, die Planung, den Bau sowie den Betrieb von KWK in China zu analysieren und durch innovative Technologien effizienter zu gestalten. Dabei wurden ökologische und sozioökonomische Aspekte verstärkt berücksichtigt.
1 Motivation für das Projekt HAPPI Die chinesische Regierung hat 2003 ein Programm gestartet mit dem Ziel, in ländlichen Gebieten Kleinwasserkraftwerke (elektrische Leistung zwischen 1 MW und 10 MW) zu bauen. Damit soll die Verwendung von Holz und anderen Brennstoffen signifikant reduziert werden, um eine klimaverträgliche Energieinfrastruktur aufzubauen. Die Erwartung war, dass dadurch sowohl die Rodung von Waldflächen als auch die CO2-Emissionen reduziert werden. Von 2003 bis 2008 wurden in zwei Pilotphasen 80 kleine Wasserkraftwerke in 26 Provinzen errichtet. Im Jahr 2009 legte ein Regierungsprogramm zur Förderung kleiner treibstoffsubstituierender Wasserkraftwerke (Small Hydropower Substituting Fuel, SHSF) den Grundstein für den Bau von weiteren 1 022 kleinen Wasserkraftwerken bis zum Jahr 2015 in 24 Provinzen. Weitere Ziele dieses Programms waren die Verbesserungen der wirtschaftlichen Situation und des Lebensstandards durch Elektrifizierung in ärmeren Regionen. Vor diesem Hintergrund wurde das deutsch-chinesische Forschungsprojekt HAPPI (Small Hydropower Plants: Assessment of Climate Protection Potential and Improvement by Smart Technologies) geplant und in der Zeit vom 01.10.2013 bis 31.12.2017 durchgeführt. Finanziert wurde das Projekt durch Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf deutscher Seite (Förderkennzeichen 02WCL1307) und durch das Ministry of Science and Technology (MOST) auf chinesischer Seite.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasserwirtschaft - Heft 06 (Juni 2019) |
| Seiten: | 4 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Thomas Rauschenbach |
| Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Grossrevision Waldeck 1 - Halbzeit bei der Modernisierung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Uniper investiert rund 50 Mio. Euro in die umfassende Erneuerung des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck 1.
Multifunktionales Konzept fuer ein Pumpspeicherkraftwerk im Harz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Ein großer Steinbruch im Harz könnte sich zukünftig als ein geeignetes Oberbecken für ein neues Pumpspeicherkraftwerk mit 180 MW Leistung erweisen.
Erneuerung der Werksgruppe Schluchsee - Vorzeigemodell fuer eine nachhaltige Modernisierung bestehender Pumpspeicher
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Schluchseewerk AG modernisiert mit dem Projekt WGSPlus ihre Pumpspeicher der Werksgruppe Schluchsee, um einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten.
Pumpspeicherprojekt PULS - ein wichtiger Baustein fuer die flexible Energieversorgung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Das von Vattenfall geplante Neubauprojekt PULS ist als Pumpspeicherkraftwerk konzipiert und könnte in Südthüringen, in der Mitte Deutschlands, realisiert werden.
Neubauprojekt PSW Forbach - Stand nach 1,5 Jahren Bauzeit
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) investiert rund 280 Mio. € in die Erneuerung und den Ausbau des bestehenden Rudolf-Fettweis-Werks in Forbach im Nordschwarzwald.