Nachhaltigkeit und Wohlstand für 10 Milliarden Menschen sind zu erreichen durch ein grünes und inklusives Wachstum im Sinne der Rio + 20 Konferenz und dem Postmillenniumsprozess auf UN Ebene. Voraussetzung ist allerdings eine adäquate Global Governance, damit Preise in Märkten die Wahrheit sagen und erforderliche Querfinanzierungen und die Besteuerung der Nutzung von Weltgemeingütern durchgesetzt werden können.
In der Global Governance-Frage liegen heute die eigentlichen Engpässe für die Erreichung von Nachhaltigkeit angelegt, also in der unzureichenden internationalen politischen Koordination. Es fehlt der Wille und die Fähigkeit zu supranational fairen Lösungen alla EU. Diese sind aber die Schlüssel-frage. Ist die Weltgemeinschaft an dieser Stelle nicht erfolgreich, werden Brasilianisierung oder Ökokollaps unsere Zukunft bestimmen. Auch das wäre nicht das Ende der Welt, aber ein Desaster und ein extremer - zudem vermeidbarer - Verlust an zivilisatorischer Qualität. Potentiale ringen hier mit starken Gegenkräften. Die Auseinandersetzung muss geführt werden.
Ist für 10 Milliarden Menschen in 2060 eine balancierte, auskömmliche, friedliche und reichhaltige Welt denkbar? Und was sind die Alternativen?
| Copyright: | © IWARU, FH Münster |
| Quelle: | 15. Münsteraner Abfallwirtschaftstage 2017 (Februar 2017) |
| Seiten: | 13 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Univ.-Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher |
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