Viele der heutigen Hochleistungstechnologien basieren auf Seltenerdelementen (SEE), einer Gruppe von 17 physikalisch und chemisch ähnlichen Metallen, die einzigartige magnetische und optische Eigenschaften aufweisen. Anwendungsbeispiele sind Leuchtstoffe oder NdFeB-Magnete, die u.a. in der Elektromobilität und getriebelosen Windkraftanlagen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften führt der Einsatz von SEE in diesen Anwendungen zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Effizienz. Den SEE kommt in diesem Zusammenhang somit eine wichtige Bedeutung für die Erreichung von Klima- und Energiezielen sowie der Umsetzung einer Green Economy in Europa zu.
Seitdem die Seltenen Erden vor einigen Jahren in den öffentlichen Fokus gerückt sind, wurden außerhalb Chinas zahlreiche Forschungsprojekte zum Recycling von NdFeB-Magnetabfällen initiiert. Obwohl etliche Projekte bereits erfolgreich abgeschlossen wurden, erwarten die meisten Akteure keine industrielle Umsetzung innerhalb der nächsten Jahre in Europa. Hier anfallende Abfälle werden aktuell gar nicht recycelt oder zum Recycling nach China und seit kurzem auch nach Japan exportiert. Voraussetzungen für die industrielle Umsetzung des Recyclings von NdFeB-Magneten sind eine ausreichende Verfügbarkeit von NdFeB-Abfällen, die Verfügbarkeit der notwendigen Recyclingtechnologien sowie die Wirtschaftlichkeit der Verfahrenskette. Eine Analyse der künftig anfallenden NdFeB-Abfallmengen hat ergeben, dass ausreichende Mengen für ein industrielles Recycling voraussichtlich nicht vor 2030 vorhanden sein werden. Ein Scale-Up der bisher entwickelten Recyclingverfahren in den Industriemaßstab wird hingegen innerhalb weniger Jahre zu realisieren sein, woraus sich eine erhebliche Lücke ergibt. Darüber hinaus ist die Wirtschaftlichkeit des Recyclings aus vielen Anwendungen zumindest fraglich. Für Europa stellt sich somit an diesem Punkt die Frage, ob eine Subventionierung der Weiterentwicklung und des Aufbaus einer Recyclingverfahrenskette stattfinden soll oder nicht.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
| Quelle: | Recy & Depotech 2016 (November 2016) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 3,00 |
| Autor: | Sabrina Schwarz Prof. Dr.-Ing. Tobias Elwert M. Sc. Matthias Hoffmann |
| Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.
Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.
Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.