Der Beitrag untersucht handlungsleitende Rahmenbedingungen für Betreiber bei der weiteren Entwicklung der Stromerzeugung aus Biogas in der Zukunft der Energiewende.
Strom- und Wärmeversorgung werden zunehmend aus Wind und Sonne kommen. Zeiten der Knappheit wechseln sich täglich mit zunehmenden Zeiten des Überflusses ab. Die Strompreise spiegeln die Knappheit und werden untertägig und nach Wetterlage deutlich schwanken. Die regelbaren Energieerzeuger werden an ein oder zwei Hochpreisphasen in nur wenigen Stunden des Tages betrieben, um bei Dunkelheit, Flaute und/oder Spitzenlastzeiten jeweils viel elektrische Energie zu liefern.
Nur so, und mit einer werthaltigen Wärmenutzung, haben auch Biogasanlagen eine Chance, wirtschaftlich nachhaltig betrieben zu werden. Doch dafür sind bisher erst wenige Anlagen eingerichtet. Wenn Biogas im Strommarkt eine Zukunft haben soll, bleibt wenig Zeit, die Bestandsanlagen entsprechend auszulegen. Nur wenn einzigartigen Fähigkeiten von Biogas als steuerbare erneuerbare Energie sichtbar werden, wird sich Politik und Öffentlichkeit von einem fortgesetzten Förderbedarf überzeugen lassen. Ansonsten wird die Biogastechnologie in Deutschland in etwa 15 Jahren auf eine marginale Rolle in der Abfallverwertung schrumpfen.
Diese Entwicklung wird nicht nur von den politischen und ökonomischen Bedingungen gesteuert. Das Investitionsverhalten der Betreiber hängt auch von der Einstellung und den Stimmungen im Umfeld ab. Das bedeutet, dass diese Transformation von Verbänden und Branche noch bewusst beeinflusst werden kann. Ob und wie sehr Biogasanlagen mit Spitzenstrom die Energiewende unterstützen, wird auch ein Ergebnis der Unterstützung aus dem Branchenumfeld sein.
| Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
| Quelle: | 10. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2016) |
| Seiten: | 14 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dipl.-oec. Uwe Welteke-Fabricius |
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