Methansynthese unter milden Bedingungen für dezentrale Anwendungen

Ziel der vorgestellten Forschung ist es, den Katalysator für die Methansynthese mittels eines verbesserten Aktivierungsprozesses so zu optimieren, dass dieser auch bei verminderter Temperatur (≤ 300 °C) und vermindertem Druck (≤ 5 bar) hohe Methanausbeuten garantiert.

Es ist ein erklärtes Ziel der Deutschen Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahren entscheidend zu senken. Eine Möglichkeit dazu bietet die Substitution fossiler Energieträger, vor allem fossilen Erdgases, durch Energieträger aus biogenen Quellen. Synthetisches Erdgas aus Biomasse (Bio-SNG) hat jedoch bisher den entscheidenden Nachteil, dass die Herstellungskosten und somit auch der Preis deutlich über denen herkömmlichen Erdgases liegen.

Diese Arbeit soll einen Ansatz dazu liefern, die Kosten der Bio-SNG-Herstellung zu verringern. Ziel ist es, die Betriebsparameter der für den Prozess essentiellen Methansynthese zu senken und gleichzeitig auch bei diesen milden Bedingungen hohe Methanausbeuten zu erreichen. Es wird ein Verfahren vorgestellt, wie die Aktivität des für die Reaktion notwendigen Katalysators optimiert werden kann. Ein auch bei milden Betriebsbedingungen möglichst aktiver Katalysator bietet die Möglichkeit, Bio-SNG in kleinerem Maßstab dezentral und vor allem kosteneffizient produzieren zu können.



Copyright: © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Quelle: 10. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2016)
Seiten: 9
Preis: € 0,00
Autor: Dipl. Chem. Michael Schlüter
Dipl.-Ing. Stefan Rönsch
 
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