In den letzten Jahren ist zunehmend das Recycling von sogenannten Sonder- bzw. Elektronikmetallen in den Fokus der Betrachtung gerückt. Die besondere Herausforderung liegt hierbei in den zumeist dissipativen Anwendungen und den geringen Konzentrationen innerhalb der Stoffströme. Trotzdem bieten sie viele Anreizpunkte, die ein Recycling erstrebenswert machen. Neben den rein monetären Aspekten und den ökologischen Effekten ergeben sich auch Vorteile durch eine mögliche inländische Ergänzung der Bezugsquellen von kritischen Metallen.
Eines dieser kritischen Elektronikmetalle ist Indium. Seine wesentliche Anwendung findet es in Indium-Zinn-Oxid, einem durchsichtigen Halbleiter, verwendet u.a. in LCD-Bildschirmen. Trotz der weiten Verbreitung der LCD-Technik existiert bisher kein großtechnisch umgesetztes Verfahren, um das Indium aus gebrauchten Displays zurückzugewinnen. Die TU Clausthal hat sich zusammen mit den Kooperationspartnern Electrocycling GmbH, Umicore und ENE EcologyNet Europe GmbH dieses Stoffstroms angenommen, um in einem vom BMBF im Rahmen der r³-Forschungsförderung geförderten Projekt einen gangbaren Weg für das Indiumrecycling aus LCD-Bildschirmen zu entwickeln. Die Partner betrachten hierbei nicht nur die eigentliche Verfahrensentwicklung der Indiumrückgewinnung, sondern auch die Sammlung und Entfrachtung der Bildschirme durch Entfernung der quecksilberhaltigen Hintergrundbeleuchtung sowie eine Verwertung aller entstehenden Stoffströme.
Dieser Bericht geht auf die Herausforderungen des Indiumrecyclings und die sich daraus ergebenden Lösungen bei der Verfahrensentwicklung zur Rückgewinnung des Indiums aus den LCD-Panels ein. Hierzu wird die Verfahrensidee skizziert sowie erste Ergebnisse präsentiert.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH |
| Quelle: | Recycling und Rohstoffe 7 (2014) (Juni 2014) |
| Seiten: | 11 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dipl.-Ing. Kai Rasenack Prof. Dr. Daniel Goldmann |
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