Die ökonomische Analyse der Konversion von biogenen Restsoffen zu hochwertigen Energieträgern zeigt, dass die daraus erzielte Erweiterung des Nutzungsspektrums auch mit einer deutlichen Steigerung der Brennstoffkosten einhergeht - besonders bei Aufbereitungsverfahren mit hohem Neuigkeitscharakter und entsprechend hohem Investitionsbedarf und geringerer Verfügbarkeit. Zudem erhöht eine Kompaktierung der HTC-Kohle für einen besseren Transport die Brennstoffkosten signifikant, weshalb eine Nutzung vor Ort mit wesentlichem Kostensenkungspotenzial verbunden ist.
Bei der Nutzung von HTC-Kohle zur Wärmeerzeugung bietet sich daher aus ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten Anlagen an, die für den Einsatz von HTC-Kohlenstaub geeignet sind und möglichst hohe Jahresvolllaststunden aufweisen, um den erhöhten Investitionsbedarf gegenüber Heizöl und Erdgaskesseln auf eine große Wärmemenge zu verteilen. Derzeit ist HTC-Kohle als biogener Energieträger nur bedingt konkurrenzfähig im Vergleich zu fossilen. Gleichzeitig besteht jedoch erhebliches Entwicklungs- und Kostenreduktionspotential auf Seiten der HTC-Anlagen, so dass eine wirtschaftliche Nutzung von HTC-Kohlen in Zukunft nicht auszuschließen ist.
| Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
| Quelle: | 9. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2015) |
| Seiten: | 16 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dipl.Wi.Ing. (FH) Martin Zeymer Dr. rer. nat. Kathleen Meisel Dipl.-Ing. Andreas Clemens |
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