Derzeit werden in Deutschland ca. 6-7 Mio. Mg Siedlungsabfall in Anlagen mit mechanischer und biologischer Technologie stoffspezifisch aufbereitet, das entspricht ca.30 % der in 2012 angefallenen Rest-Siedlungsabfallmenge. Vor dem Hintergrund der europäischen AbfRRL und deren Umsetzung in Deutschland durch das KrWG müssen sich die Betreiber mit veränderten Rahmenbedingungen in der Abfallwirtschaft auseinandersetzen.
Diese werden u. a. zu rückläufigen Mengen an Rest-Siedlungsabfällen in Deutschland führen. Gleichzeitig sind schon jetzt Überkapazitäten für die Behandlung von Rest-Siedlungsabfällen in Deutschland zu konstatieren. Diese Mengenentwicklung wird neben einem Rückgang vorrangig auch zu einer Umnutzung der vorhandenen Anlagenkapazitäten und Umstellung der Verfahren führen. Die vorhandenen Konzepte zur stoffspezifischen Abfallbehandlung (MBA) stehen damit zukünftig im verschärften Wettbewerb. Die MBA-Anlagen sind dabei sich mit geeigneten Optimierungsstrategien an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Auf Grund der Flexibilität der MBA-Technologie und einer Vielzahl von Entwicklungspotenzialen im Bereich der stofflichen und energetischen Verwertung verbunden mit signifikanten Vorteilen beim Klimaschutz wird die MBA ihre Position in der deutschen und europäischen Abfallwirtschaft behaupten, sofern es den Entscheidern mit der Umsetzung der fünfstufigen Abfallhierarchie ernst ist.
| Copyright: | © Wasteconsult International |
| Quelle: | Waste-to-Resources 2015 (Mai 2015) |
| Seiten: | 24 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dr.-Ing. Ketel Ketelsen Prof. Dr. Michael Nelles |
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