In den Konzessionen für die neue Kraftwerksanlage ist vorgegeben, dass die erzeugte Energie je zur Hälfte in das deutsche und Schweizer Netz abgegeben werden muss. Deshalb wurden Energieableitungen sowohl in die Schweiz als auch nach Deutschland erstellt. Die beiden Netze dürfen allerdings nicht miteinander verbunden werden. Da alle Prozesse mit Steuerungen und Regelungen ausgerüstet sind, kann das Kraftwerk vollautomatisch betrieben werden.
Das zentrale Element der Energieableitung des neuen Kraftwerks Rhenfelden ist die 110-kV-Schaltanlage mit einer Doppelsammelschiene, zwei Längskupplungen und einer Querkupplung. Aus Platzgründen hat man sich für eine gasisolierte SF6-Anlage entschieden. Die kompakte Bauweise erlaubte es, die Anlage in das Gebäude zu integrieren. Die Konzeption der Schaltanlage ermöglicht es, jede Maschine entweder mit dem Schweizer oder mit dem deutschen 110-kV-Netz zu verbinden. Aufgrund der unterschiedlichen Netzformen (unterschiedliche Kurzschlussstrombegrenzungen) ist es aber nicht möglich, die beiden 110-kV-Netze Deutschlands und der Schweiz miteinander zu verbinden. Die 110-kV-Schaltanlage ist für einen Nennstrom von 1 250 A ausgelegt und hält
bei einem Fehler auch einen Kurzschlussstrom (peak) von 100 kA aus.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasserwirtschaft 06/2013 (Juni 2013) |
| Seiten: | 4 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Stefan Ficht |
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