Talsperren sind seit jeher wesentliche Infrastrukturbauwerke und für die Entwicklung sowie den Wohlstand einer Gesellschaft von großer Bedeutung. Die Speicherung von Wasser für die Bewässerung, die Wasserversorgung und für den Hochwasserschutz hat bereits in den alten Hochkulturen eine wesentliche Rolle gespielt. In Österreich dienen Speicherbecken in erster Linie der Energieerzeugung aus Wasserkraft, dem Hochwasserschutz und auch für den Betrieb von Beschneiungsanlagen
Eine Organisation mit klar geregelten Zuständigkeiten ist wesentlich für die Gewährleistung des sicheren Betriebs von Talsperren. Auf der Seite des Eigentümers sind für die Durchführung der Überwachung sowohl Talsperrenwärter als auch Talsperrenverantwortliche maßgebend. Die Nominierung des Talsperrenverantwortlichen erfolgt in Österreich durch den Talsperrenbetreiber unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Behörde. Dabei sind als Voraussetzungen ein einschlägiger Studienabschluss und die Erfahrung mit den zu betreuenden Anlagen zu nennen. Aus dem Erfordernis einer objektivierten, abgestimmten Vorgehensweise in der Beurteilung von Talsperren und den dabei auftretenden Besonderheiten werden vom österreichischen Nationalkomitee für Talsperren Fortbildungsseminare angeboten. Diese Kurse sind jeweils angepasst und sind ausgerichtet auf die Bedürfnisse des Wartenpersonals, der Talsperrenwärter und der Talsperrenverantwortlichen. In diesen Kursen und Seminaren für die Ausbildung junger Ingenieurinnen und Ingenieure werden insbesondere die Grundlagen für die Talsperrenüberwachung und Sicherheitsüberprüfung vermittelt und diese in praktischen Übungen vertieft, um so auch in Zukunft Anlagen sicher zu betreiben.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasserwirtschaft 05/2013 (Mai 2013) |
| Seiten: | 4 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Prof. Dr. Gerald Zenz Dipl.-Ing. Dr. Pius Obernhuber Dipl.-Ing. Helmut Czerny |
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