Textilsammlung - aha gewährleistet Entsorgungssicherheit aus einer Hand

Die Textilsammlung in der Region Hannover glich - historisch gewachsen - einem Flickenteppich. In der Vergangenheit hatte jede Kommune Verträge mit unterschiedlichsten gewerblichen Sammlern geschlossen. Transparenz und nachhaltige Entsorgungssicherheit fehlten ebenso, wie der Nachweis der ökologischen Verwertung. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) hat als öffentlich-rechtlicher Entsorger (örE) einen Prozess in Gang gesetzt, um in der Region Hannover mit ihren 20 Umlandkommunen und der Landeshauptstadt Hannover (LHH) ein einheitliches, klar strukturiertes Sammelsystem zu installieren. Das fußt auf zwei Säulen: Der O-Tonne als haushaltsnahes Wertstoff-Holsystem und der Bewirtschaftung von 650 Wertstoffinseln. Damit ist die Entsorgungssicherheit auf qualitativ und quantitativ höherem Niveau gewährleistet. Die Wertschöpfungstiefe wurde gesteigert, die stetig steigenden Erlöse für Alttextilien bleiben in der Region und fließen 1:1 in den Gebührenhaushalt.

Die Region Hannover ist in ihrer Struktur bundesweit einmalig. 20 Kommunen sowie die Landeshauptstadt Hannover (LHH) entscheiden in Eigenverantwortung über die Sondernutzungsvergabe für Sammelplätze im öffentlichen Raum. Die Vergabepraxis ist sehr unterschiedlich. Mal gibt es zeitlich befristete Sondernutzungsgenehmigungen für einen gewerblichen Sammler, mal wird mehreren Unternehmen zeitgleich die Sammlung gestattet, die ihre unterschiedlichen Container gerne neben den Glas- und Papiercontainern platzieren. Teilweise stehen sogar Container unterschiedlicher Sammler auf einem Sammelplatz. Parallel dazu gibt es die gemeinnützigen Sammlungen. Deren klar erkennbare Sammelcontainer stehen zumeist auf kirchlichen Grundstücken und unterstreichen damit den caritativen Anspruch der Sammlung. Daneben gibt es sporadische Haushaltssammlungen. Über die Abholung am Folgetag werden die Einwohner per Einwurfzettel oder durch einen vor die Tür gestellten Wäschekorb informiert. In allen Fällen gilt allerdings: Transparenz und die nachhaltige Entsorgungssicherheit fehlen
ebenso, wie der Verwertungsnachweis.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 13. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2013)
Seiten: 5
Preis: € 0,00
Autor: Kornelia Hülter
 
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