Die Schere zwischen Stromaufbringung und Stromverbrauch, die seit dem Jahr 2001 in Österreich immer weiter aufgeht, erfordert neue Lösungsansätze, damit die Versorgungssicherheit in Österreich auch weithin gewährleistet bleibt. Gerade im urbanen Gebiet können Wasserkraftwerksprojekte eine wichtigen positiven Beitrag zur Lösung dieses Problems beitragen, da hier der große Vorteil der Wasserkraft, nämlich ihre Multifunktionalität, langfristig gesehen ganz besonders gut zum Tragen kommt. Das Wasserkraftwerksprojekt Sohlstufe Lehen der Salzburg AG im Stadtgebiet von Salzburg ist ein Musterbeispiel dafür, wie man mit einem solchen Projekt die vielfältigen Vorteile dieser ausgereiften und höchst effizienten Technologie darstellen kann.
Als größte Investition der Salzburg AG stellt das Projekt Kraftwerks Sohlstufe Lehen mit einer Gesamtinvestition von 85 Mio. € eines der wichtigsten Vorhaben der Salzburg AG in den letzten Jahren dar. Dieses Projekt ist ein Musterbeispiel dafür, dass gerade in Zeiten wie diesen das Wiederentdecken der Wasserkraft nicht von ungefähr kommt. Die Wasserkraft bietet mit ihrer Multifunktionalität gerade im städtischen Raum Lösungen an, worin wasserbauliche aber auch städteplanerische und nicht zuletzt energetische Anforderungen ideal abgedeckt werden können. Darüber hinaus bieten solche Projekte äußerst attraktive Möglichkeiten für die heimische Wirtschaft. Neben dem Bau- und Baunebengewerbe stellen speziell die elektromaschinellen Einrichtungen (Turbine, Generator, Leittechnik, Stahlwasserbau etc.) des geplanten Kraftwerkes interessante Arbeitspakete dar, wo österreichische Firmen auch im europäischen Vergleich absolut konkurrenzfähig sind. Weiters profitieren auch der Handel sowie die lokalen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe davon, was bei einer Bauzeit von drei Jahren ebenso nicht zu vernachlässigen ist.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasserwirtschaft 7-8 / 2012 (Juli 2012) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Dipl.-Ing. Martin Pfisterer |
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