Rohstoffrückgewinnung durch thermisch-mechanische Aufbereitung von Shredderleichtfraktionen

Experimentelle Evaluierung eines verfahrenstechnischen Ansatzes

In der Altfahrzeug-Verordnung sind Verwertungsquoten definiert, die eine weitgehende Verwertung von Altfahrzeugen erforderlich machen. Im Jahr 2015 erhöhen sich die geforderte Gesamtverwertungsquote auf 95 % und der Anteil der stofflichen Verwertung auf 85 %. [1] Bei der Aufbereitung fallen unter anderem Shredderleichtfraktionen an, deren weitere Verwertung sich aufgrund der Materialeigenschaften in der Vergangenheit als schwierig und nicht rentabel dargestellt hat. Die Fraktionen enthalten in der Regel zwar nennenswerte Anteile wertvoller Nicht-Eisen-Metalle, die allerdings häufig in einem Verbund mit Kunststoffen vorliegen und daher nicht auf einfachem Weg sortenrein zurückgewonnen werden können. [2] Am Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe werden in Kooperation mit dem Institut für Aufbereitung und Recycling der RWTH Aachen verfahrenstechnische Ansätze zur Aufbereitung von Shredderleichtfraktionen untersucht. Ziel ist die Erarbeitung eines effizienten und umweltfreundlichen Verfahrens, das eine Rückgewinnung von Metallen ermöglicht. Als hierfür potenziell geeigneten verfahrenstechnischen Ansatz hat sich eine Kombination von mechanischen und thermischen Prozessschritten erwiesen. Die Untersuchungen des Institutes für Aufbereitung und Recycling konzentrieren sich dabei auf die mechanische Vorkonditionierung des Materials, während das Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe mögliche nachgeschaltete thermische Prozessschritte sowie die weiterführende Aufbereitung des Behandlungsproduktes untersucht.



Copyright: © Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)
Quelle: 2. Wissenschaftskongress März 2012 - Rostock (März 2012)
Seiten: 4
Preis: € 2,00
Autor: Dipl.-Ing. Martin Rotheut
Dipl.-Ing. Florian Neuerburg
Prof. Dr.-Ing. Peter Quicker
 
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