Hochwasserrisikomanagement in Rheinland-Pfalz - Hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren

Hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren stellt ein wichtiges Element zur Reduktion des Schadenspotenzials an Gebäuden und Anlagen im Hochwasserfall dar. Das Handlungsfeld 'Bauvorsorge' im Hochwasserrisikomanagementzyklus erfordert die Einbindung aller Akteure im Hochwasserrisikomanagement. Wie dies geht, wird in verschiedenen Beispielen dargelegt.

Vor dem Hintergrund der Flutkatastrophen der letzten beiden Dekaden hat sich im Umgang mit Hochwasser ein Paradigmenwechsel vom Sicherheitsdenken hin zu einer Risikokultur vollzogen. Durch die teils verheerenden Ereignisse in mehreren europäischen Ländern wurde deutlich, dass das durch Hochwasserschutzeinrichtungen oft suggerierte Sicherheitsempfinden trügerisch ist. Jeder technische Hochwasserschutz kann versagen, oder es kann ein Ereignis eintreten, welches über der Bemessungsgrenze der Anlage liegt.
Hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren (Bauvorsorge) eröffnet die Möglichkeit, durch eine angepasste Planung, Bauweise, Ausrüstung und Nutzung der Gebäude mit dem Hochwasser leben zu können, und kann durch eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen zu einem wirkungsvollen, gebäudebezogenen Hochwasserschutz beitragen. Dies gilt nicht nur im Fall eines Neubaus von Gebäuden oder Anlagen im USG, sondern auch im Sanierungsfall. Darüber hinaus fordert die EG-HWRM-RL ja auch die Betrachtung eines Extremhochwassers in der Risikoabschätzung. Damit können Bereiche identifiziert werden, in denen, obwohl außerhalb des USG, eine hochwasserangepasste Bauweise als sinnvoller Beitrag zur Risikominimierung gesehen werden kann.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 11/2011 (November 2011)
Seiten: 7
Preis: € 10,90
Autor: Dr. Martin Cassel
Dr.-Ing. Roland Boettcher
Ralf Schernikau
 
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