Folgenschwerer Kompromiss: Neues Kreislaufwirtschaftsgesetz noch immer strittig

Im zweiten Anlauf hat sich der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag Anfang Februar doch noch auf einen Kompromiss verständigt. Ergebnis: Der Schwierigkeitsgrad des Hindernis-Parcours bis zur Aufnahme gewerblicher Wertstoffsammlungen in Kommunen wurde noch einmal erhöht.

Foto: Daimler AG(27.02.2012) Bereits die vom Bundestag Ende Oktober 2011 in dritter Lesung verabschiedete Fassung des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) sah eine Reihe von Hürden für gewerbliche Wertstoffsammlungen bei privaten Haushalten vor (§ 17 KrWG). Die dürfen nach wie vor die Funktionsfähigkeit des öffentlich rechtlichen Entsorgungsträgers (ÖrE) nicht gefährden. Insbesondere dürfen sie dessen Planungssicherheit und Organisationsverantwortung nicht wesentlich beeinträchtigen, vor allem dann, wenn die Kommune selbst oder ein beauftragtes Unternehmen bereits eine haushaltsnahe oder gleichwertige Sammlung durchführt sowie die Stabilität der Gebühren gefährdet würde.
Laut Paragraph 18 KrWG muss die gewerbliche Sammlung zudem drei Monate vor Start einer zuständigen Landesbehörde angezeigt werden, die ihre Zustimmung noch dazu an Auflagen knüpfen kann, wie etwa an eine Mindestlaufzeit von bis zu drei Jahren. Und schließlich erhalten die Kommunen noch zwei Monate Zeit für eine Stellungnahme...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse)
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon, Berlin
Foto: Daimler AG



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Januar/Februar 2012 (Februar 2012)
Seiten: 1
Preis: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.

Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.

Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.