Bemessung von Sicherungssysteme von Deponien auf Basis von Langzeitemissionsprognosen - Deponien 'Weiden West & Pill'

Die Beschäftigung mit dem Thema Sicherung vonDeponien und Ablagerungen zeigt, dass durch eine Sicherung eine Nullemission aus physikalisch-chemischen Gründen nicht hergestellt werden kann. Deshalb muss man sich mit der Reduzierung der Emissionen auf ein für das Umfeld akzeptables Niveau konzentrieren, wobei die Alterung der Systeme und Baustoffe berücksichtigt werden. Teil der Bemessung der Sicherungsmaßnahmen ist die Entwicklung von Kriterien, die eine Beurteilung der Nachhaltigkeit des Sanierungs-Ergebnisses in Zeiträumen möglichst kleiner 10 Jahre ermöglichen.

Die Vorgehensweise wird am Beispiel der Deponie Weiden West (Oberpfalz) und der Deponie Pill in Tirol (Deponie für Hausmüll und Bauschutt mit einer Fläche von 18 - 20 ha) behandelt. Aus den verschiedenen möglichen untersuchten Varianten wurde die mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis ausgewählt. Dies ist in einem Fall eine Wasserhaushaltschicht mit einer Kunststoffdichtungsbahn als temporäre Abdichtung bis die Wasserhaushaltschicht zusammen mit der Bepflanzung die Abdichtung übernimmt, im anderen Fall eine Belüftung. Die Kosten dieser Maßnahme betrugen nur einen Bruchteil der ursprünglich veranschlagten Kosten. Für eine Entlassung aus der Nachsorge bei Anwendung auf den Standort der Deponie Weiden West war das Schadstoffrückhaltevermögen der Standardsicherung nach TASI (Technische Anleitung Siedlungsabfall) nicht ausreichend.

Der Ablauf der Bemessung wird exemplarisch am Beispiel der Deponien Weiden West und Pill gezeigt, um eine praktische Vorstellung vom Inhalt und Ablauf einer Risikoanalyse und den daraus abgeleiteten Maßnahmen zu bekommen. Die Deponie Weiden West liegt nahe der Stadt Weiden in der Oberpfalz, die Deponie Pill in Tirol im Inntal. Die Kriterien zur Beurteilung wurden mit den Landesbehörden entwickelt. Die Organisationsstruktur der Projektabwicklung zeigt Abb. 1.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2010 (November 2010)
Seiten: 6
Preis: € 3,00
Autor: Dr. Ing. Klemens Finsterwalder
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.

Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.

Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.