Mit dem Scheitern des Kopenhagen-Gipfels ist die internationale Klimapolitik deutlich in die Defensive geraten. Eine global vereinbarte, verbindliche Emissionsbegrenzung, die alle wichtigen Emittenten mit einbezieht, wird es vorerst nicht geben. Es wäre jedoch ökonomisch wie klimapolitisch kurzsichtig, deshalb nationale und europäische Anstrengungen zu verlangsamen.
Mit einseitigen Vorleistungen im Klimaschutz gehen ökonomische Vorteile einher, die Folgen einer klimapolitisch verschlafenen Dekade wären hingegen strukturpolitisch fatal. Falsche oder versäumte Investitionen heute können die Fähigkeit eines Landes beeinträchtigen, bis 2050 die erforderlichen Emissionsreduktionen zu schaffen - richtige kurzfristige Investitionsentscheidungen zahlen sich langfristig aus und führen auch zu Lösungen mit internationaler Strahlkraft. Die Stromversorgung ist ein Paradebeispiel hierfür. Der SRU hat verschiedene Szenarien berechnen lassen, die aufzeigen, ob, bis wann, wie und zu welchen Kosten eine regenerative Vollversorgung mit Elektrizität möglich ist. Die Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass eine Transformation in eine kohlenstoffneutrale und nachhaltige Stromversorgung durch erneuerbare Energien möglich ist, sicher und bezahlbar ausgestaltet werden kann und mittelfristig kostengünstiger wird als eine konventionelle Stromversorgung. Klimaschutz durch erneuerbare
Energien ist damit Langfristökonomie.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH |
| Quelle: | Band 3 (2010) (September 2010) |
| Seiten: | 18 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dr. Christian Hey |
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