Jahrhunderte, ja Jahrtausende erfolgte eine Nutzung des Wassers in Mühlen und Sägewerken mit direkter Kraftkopplung. Die Energie wurde nur dann erzeugt, wenn sie auch gebraucht wurde. Mit der spannenden Geschichte der zunehmenden Elektrifizierung des Landes vor gut 100 Jahren änderte sich dies recht rasch. Die Wasserkraftwerksbetreiber speisten zunehmend Strom in die örtlichen Netze ein bzw. bauten vielfach selbst die Netze auf. So hatte zum Beispiel Siegsdorf in Oberbayern noch vor München eine der ersten Stromversorgungen Bayerns. Am 17. August 1890 wurde anlässlich der Feuerschützen-
Fahnen weihe der Tanzsaal beim Oberwirth mit elektrischem Licht beleuchtet. Den Strom dazu lieferte eine Dynamomaschine, die in der Sagmühle aufgestellt und mittels Wasserkraft betrieben wurde.
Jahrtausende erfolgte die Nutzung der Kraft des Wassers mit direkter Kraftkopplung und ca. 70 000 Wasserkraftwerke verrichteten in Deutschland um 1850 ihren Dienst. Mit der Möglichkeit der Fernübertragung des Stromes ab der vorigen Jahrhundertwende ergaben sich enorme Möglichkeiten für die Wasserkraft. In diesem Beitrag wird exemplarisch die Situation in Bayern beleuchtet und die Entwicklung in den letzten 100 Jahre aufgezeigt, die vom Kampf um gerechte Strompreise geprägt ist. Ferner wird auf die derzeitige Nutzung und das noch mögliche Ausbaupotenzial in Bayern eingegangen. Nicht unmaßgeblich an der Entwicklung waren auch die Wasserkraftzeitschriften beteiligt, darunter die 'WasserWirtschaft" sowie das 'wassertriebwerk" und ihre jeweiligen Vorläufer, welche das Gedankengut der Wasserkraft verbreiteten.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft 01 / 2010 (Februar 2010) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Dipl.-Ing. Architekt Anton Zeller |
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