Die mitten in einem Wohngebiet liegende Sondermülldeponie Kölliken wurde 1978 - 1985 durch ein Konsortium (Kantone Aargau und Zürich, Stadt Zürich und Basler Chemische Industrie) betrieben. Insgesamt wurden ca. 300.000 m³ bzw. 450.000 t Sonderabfälle in Fässern, Säcken sowie lose abgelagert. Konzept, Auflagen und Technik der Deponie galten damals als vorbildlich und sollten der damals üblichen unkontrollierten und illegalen Entledigung giftiger Abfälle Einhalt gebieten.
Seit Schließung der Sondermülldeponie wurde eine Vielzahl von Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, um Anwohner, Umwelt und Grundwasser zu schützen. Dies umfasste unter anderem das Abteufen von über 270 Beobachtungspegeln im Umfeld der Deponie, die Behandlung von Sickerwasser und Deponiegas in einer Schmutzwasser- und Abluftbehandlungsanlage, die Fassung und Ableitung des in den Depo-niekörper eindringenden Hangwassers sowie die Fassung und Reinigung des aus dem Untergrund abströmenden, kontaminierten Grundwassers.
Der Inhalt der Deponie besteht aus losen Einlagerungen, Fässern und sackähnlichen Gebinden. Der Rückbau erfolgt schichtweise von oben nach unten. Insgesamt müssen nebst ca. 450.000 t Sonderabfällen auch 75.000 t Deponiesohle sowie 95.000 t Abdeckmaterial rückgebaut und in externe Behandlungsanlagen verbracht werden. Für die Projektierung und die Submission wurden die Hauptmassen mit einer Mengenmatrix den verschiedenen möglichen Entsorgungswegen zugeordnet.
Nach dem prognostizierten Sanierungsverlauf wird der Deponierückbau im Jahr 2013 beendet sein, das Ende des Nachsorge-Monitoring ist mit 2020 avisiert.
35 Jahre nach Ende der Einlagerung von Sonderabfällen sollen die Konsequenzen einer 'Pionierleistung für den Umweltschutz' soweit beseitigt sein, dass keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.
| Copyright: | © Verlag Abfall aktuell |
| Quelle: | Band 35 - Deponietechnik 2010 (Februar 2010) |
| Seiten: | 13 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dipl. Ing. Eberhard Beitinger U. Hoppe Jean-Louis Tardent |
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