Berührungslose Methanmessung auf Deponien mittels TDLAS-Technik

'Der Austritt von Deponiegas aus einer Deponienoberfläche ist so zu minimieren, dass keine schädlichen Auswirkungen zu befürchten sind.' Um die Umsetzung dieser Forderung der deutschen Umweltgesetzgebung zu überwachen, wurden seit langem Regeln und Techniken etabliert, wie Emissionen zu mindern und zu messen sind (TA-Siedlungsabfall). So ist der Nachweis der 'minimalen Emission' im Rahmen der Fremdüberwachung 2-mal jährlich mittels FID-Rastermessung zu erbringen. Durch die zunehmende Sensibilisierung auf die Emission klimarelevanter Gase stehen nun auch Deponien immer wieder im Blick der Öffentlichkeit.

Gerade Methan, das aufgrund seines GWPs ('global warming potential') als der 'Klimaschädigende Teil' des Deponiegases gilt, wird zunehmend genauer beachtet. Die emittierte Methan-Fracht einer Deponie wird zu einem Kriterium für die Entlassung aus der Nachsorge und statt der oben zitierten 'weichen Formulierung' aus der TASi wird ein Grenzwert von 5 m³ CH4 /h*ha empfohlen, bis zu dessen Unterschreitung eine aktive Erfassung und Behandlung des Deponiegases betrieben werden soll. Es ist somit auch nahe liegend, die Messtechnik für Methanemissionen weiter zu verfeinern.
Im Rahmen einer VDI-Richtlinie soll die FID-Rastermessung weiter standardisiert werden (VDI 3860 E, Blatt 3, 2008). Im vorliegenden Beitrag wird eine ergänzende Technik zur Methanmessung durch die Langweg-Laser­absorp­tionsspektrometrie vorgestellt.



Copyright: © Verlag Abfall aktuell
Quelle: Band 18 - Stilllegung und Nachsorge von Deponien 2009 (Januar 2009)
Seiten: 11
Preis: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Martin Reiser
M.Sc. Han Zhu
o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert
 
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