Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Projektentwicklung und dem erfolgreichen Einsatz anaerober Verfahrenstechnik in der Abwasserbehandlung am Beispiel der milchverarbeitenden Industrie. Dabei wird gezeigt, wie ausgehend von einer anspruchsvollen Aufgabenstellung ein technologisch ausgereiftes Verfahren mit optimaler energetischer Nutzung von Rohstoffen aus dem Abwasser installiert wurde. Die Umsetzung von Bau und Betrieb im Rahmen einer Contracting-Lösung zeigt hierbei deutlich die Potentiale, die heute für Industrieunternehmen im Rahmen der Abwasserreinigung bestehen.
Die erfolgreiche Umsetzung der anaeroben Abwasserbehandlung im beschriebenen Projektbeispiel macht das große wirtschaftliche und ökologische Potential deutlich, dass ein innovatives Wassermanagement in der industriellen Abwasserreinigung freisetzen kann. Mit dem umgesetzten Gesamtkonzept konnten die maximalen Potenziale eines integrierten Wasser- und Energiemanagements bei diesem Projekt umgesetzt werden. Durch die Umsetzung im Rahmen eines Betreiber- bzw. eines Contracting-Projektes ist für das Industrieunternehmen sichergestellt, dass die für das Gesamtprojekt erforderlichen Kompetenzen und Ressourcen durch den Betreiber bereitgestellt werden und das im Betrieb der Anlage die potenziellen Betriebsrisiken durch den Betreiber getragen werden. Dabei konnte in den ersten beiden Betriebsjahren eine Anlagenverfügbarkeit von 100 % realisiert werden, wobei die installierte Anaerobtechnik aufgrund ihrer exzellenten verfahrenstechnischen Stabilität die Basis für dieses Ergebnis bildet. Insgesamt hat das beschriebene Projekt aus diesem Grund Pilotcharakter für weite Bereiche der industriellen Abwasserreinigung. Hierbei stehen vor allem die erläuterten Potenziale einer ressourcenschonenden Abwasserreinigung durch die Kreislaufführung von Wert- und Rohstoffen im Vordergrund.
| Copyright: | © Vulkan-Verlag GmbH |
| Quelle: | GWF Special Industrieabwasser (November 2008) |
| Seiten: | 7 |
| Preis: | € 7,00 |
| Autor: | Dr.-Ing. Martin Lebek Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Simon Dr. Ing. Lars Meierling |
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