Die Aufbereitung von Gärresten stellt für größere Vergärungsanlagen einen maßgeblichen Verfahrensschritt dar
Für die wachsende Anzahl von Biogasanlagen mit großer Leistung und durch ihre Konzentration in einigen Regionen wird der Absatz beziehungsweise die Entsorgung des Gärrestes zu einer zentralen Frage. Bereits während der Projektentwicklung müssen dafür praxistaugliche und wirtschaftliche Konzepte gefunden werden. Erfahrungen aus der Vergangenheit, zum Beispiel bei der Gülletotalaufbereitung, können genutzt werden, um geeignete Lösungen zu realisieren. Abhängig vom Ausgangsgärrest und den gewünschten Produkten kommen mechanische Separation, Trocknung, Eindampfung und Verfahren der Abwasserwirtschaft zum Einsatz. Diese einzeln oder in Kombination betriebenen Verfahren erfordern zum Teil erhebliche Investitionen und den Einsatz von thermischer und elektrischer Energie. Andererseits können Lager- und Ausbringkosten eingespart und mitunter Erlöse für die Gärrestprodukte erzielt werden. Bei Großanlagen ist eine Gärrestaufbereitung kaum zu umgehen und ihre Wirtschaftlichkeit entscheidet nicht selten über die Umsetzbarkeit der Gesamtanlage. Zu einer optimierten Gärrestaufbereitung gehören neben technischen und ökonomischen Aspekten, zu denen noch erhebliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten ist, auch die Berücksichtigung ökologischer Faktoren wie die Bodenverbesserung und die Nährstoffrückführung.
| Copyright: | © Rhombos-Verlag |
| Quelle: | RECYCLINGPOTENZIALE IN EUROPA (Juni 2008) |
| Seiten: | 7 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dipl.-Ing. Thomas Raussen M.Sc.agr Auke Lootsma |
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