Die Frage, welche Losaufteilung die Richtige, welche Losanzahl die Richtige, welche Bearbeitungstiefe durch Ingenieure des Endkunden oder beauftragte Planer vor einer Vergabe die Richtige ist, sind immer währende Fragen die in jedem Projekt neu zu beantworten sind.
Erfreulicherweise ist derzeit im Bezug auf die für eine Realisierung von Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoffkraftwerken in Betracht kommenden Unternehmen, am Markt eine große Auslastung festzustellen. Ausgelöst durch den vorhandenen Investitionsstau Anfang dieses Jahrtausends, der sich nun seit zwei Jahren anfängt aufzulösen, müssen sich die Vorhabensträger bei der Durchführung von Ausschreibungs- und Vergabeverfahren auf diese Situation einstellen. Aus Sicht der Autoren, die in den letzten Jahren zahlreiche Planungen und Realisierungen von Ersatzbrennstoffkraftwerken und Müllheizkraftwerken begleitet haben, bedeutet dies, dass die klassische Losaufteilung, wie sie in diesem Beitrag geschildert wurde, derzeit und in naher Zukunft nicht mehr Bestand haben kann. Vielmehr wird man, nicht nur im Bereich des Bauteils, sondern auch im Bereich der Elektrotechnik sowie im Bereich der Feuerung des Kessels und der Rauchgasreinigung zunehmend dazu übergehen, gewerkweise die Ausschreibungen vorzubereiten. Dies bedeutet aufseiten des Vorhabenträgers einen höheren Aufwand bei der Planungsleistung im Vorfeld der Vergabe und daraus resultierend höhere Vorlaufkosten vor der Vergabeentscheidung.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH |
| Quelle: | Planung und Umweltrecht 1 (2008) (Mai 2008) |
| Seiten: | 10 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dipl. Ing. Nils Oldhafer Thomas Schücke |
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