Veredlung von Sekundärbrennstoffen durch Aufbereitung und Pelletierung

Die Herstellung von Sekundärbrennstoffen aus heizwertreichen Fraktionen aus der Sortierung von Hausmüll, Sperrmüll, hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen, Resten aus der Wertstoffsortierung sowie produktionsspezifischen Abfällen aus Gewerbe und Industrie wird durch die Kombination verschiedener Aufbereitungsschritte vorgenommen.

Die Trennung, Sortierung und Aufbereitung von Stoffgemischen geschieht dabei nach den Eigenschaften, nach denen sich die Stoffe unterscheiden. Es handelt sich im wesentlichen um physikalische Eigenschaften wie Größe, Gleichfälligkeit, Dichte, Festigkeit. Es werden also die unterschiedlichen Eigenschaften der Abfallbestandteile des aufzubereitenden Materials nutzbar gemacht.

Dabei werden immer wieder  wenn auch in einzelnen Konzeptionen in unterschiedlicher Reihenfolge und Kombination  die gleichen verfahrenstechnischen Vorgänge angewandt, die da sind:
Sortierung (Trennung nach Stoffen)
Klassierung (Trennung nach Korngröße)
Oberflächenvergrößerung (Zerkleinerung)
Oberflächenverkleinerung (Kompaktierung)

Klassierung und Sortierung können sich überschneiden, wenn bestimmten Korngrößen bestimmte Stoffe zugeordnet sind. Entsprechend liegt eine sortierende Klassierung oder klassierende Sortierung vor.

Die wichtigsten Grundoperationen die in Restabfallaufbereitungsanlagen mit Sekundärbrennstoffgewinnung eingesetzt werden sind u.a. die Zerkleinerung, Siebung, Windsichtung, Fe-Metallabscheidung, NE-Metallabscheidung, optische Trennung, Verdichtung, Trocknung etc.

So besteht der Verfahrensablauf in der Regel aus einer Kombination von Zerkleinerungsaggregaten, Sichtern, Magnetscheidern und NE-Metall-Detektoren. Und obwohl die Aggregate von den verschiedenen Anbietern auf unterschiedliche Weise miteinander kombiniert werden, gleichen sich die Anlagen in ihrem prinzipiellen Aufbau. Wichtig im Hinblick auf die Erzielung einer guten Brennstoffqualität ist dabei auch die Gestaltung und Organisation des Abfallannahmebereichs wie z.B. ausreichende Dimensionierung des Flachbunkers mit Vorsortiermöglichkeit zur Störstoffauslese oder aber auch zur Zumischung hochkalorischer Anteile zur „Einstellung des Heizwertes“ (Menüsteuerung).



Copyright: © Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban
Quelle: 8. Fachtagung thermische Abfallbehandlung (März 2003)
Seiten: 14
Preis: € 0,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Dr.-Ing. Georg Härdtle
 
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