Bei der Versickerung von Niederschlagswasser durch teildurchlässige Flächenbeläge ist neben der langfristigen Durchlässigkeit der ausreichende Rückhalt von Schadstoffen zu gewährleisten. Unabhängig von bestimmungsmethodischen Abweichungen wird gezeigt, dass der untersuchte Flächenbelag eine sehr hohe Rückhalteleistung bezüglich der Mineralkohlenwasserstoffverbindungen (MKW) aufweist. Ein neues Prüfverfahren wird vorgestellt, das die Rückhaltefähigkeit von MKW in dieser Belagsart im Labormaßstab untersucht.
MKW sind eine heterogene Stoffgruppe mit den verschiedensten Einzelverbindungen. Methodisch sind sie nicht eindeutig bestimmbar, da die MKW eine Teilgruppe aller Kohlenwasserstoffe sind. Dazu kommt, dass gegenwärtig ein Wechsel der vorwiegend angewandten Bestimmungsmethode stattfindet, was Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit von alten und neuen Ergebnissen hat. Die Frage nach der toxikologischen Relevanz von MKW in Verkehrsflächenabflüssen ist nicht eindeutig zu beantworten. Bezogen auf den Mensch ist sie vermutlich von untergeordneter Bedeutung, bezogen auf Gewässerorganismen ist sie höher einzuschätzen. Grundsätzlich bleibt dabei die Frage nach den Metaboliten (z. B. Phenole) offen. Diese gelten oft als mobiler und toxikologisch relevanter. Die MKW-Belastungen sind insgesamt zurückgehend bei Oberflächenabflüssen, insbesondere von Verkehrsflächen, vornehmlich bedingt durch eine Reduktion der Tropfverluste aus Verkehrsfahrzeugen. Dies wird besonders deutlich beim Vergleich der Messwerte von Verkehrsflächenabflüssen aus alten und neueren Untersuchungsprogrammen. Trotzdem sind diese, insbesondere von Flächen mit ruhendem Verkehr, weiterhin Belastungsschwerpunkte im Entwässerungssystem.
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| Quelle: | Wasser und Abfall (03/2007) (März 2007) |
| Seiten: | 7 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Prof. Dr.-Ing. Antje Welker Dipl.-Ing. Kathrin Harting |
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