Korrosion durch Einsatz von Biomasse- und Ersatzbrennstoffen: Bedarf für belagsgestützte Korrosionskenngrößen

Die abgasseitige Korrosion von Dampferzeugerrohren in Anlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen ist für die aktuelle Generation der Anlagentechnik ein unvermindert begrenzender Einflussfaktor auf die angestrebte Wirtschaftlichkeit

Z.B. aufgrund des Wirkungsgrades bei der Verstromung, und die erreichbare Wirtschaftlichkeit, insbesondere wegen der negativen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Anlage. Die Ursache für den zähen Kampf der Ingenieurskunst gegen Korrosion in Abfallverbrennungsanlagen (MVA) wird von den meisten Beteiligten vor allem dem Brennstoff angelastet. Diese Argumentation bezieht sich auf die sehr unstetigen und weitgehend unbekannten stofflichen, physikalischen und thermischen Eigenschaften des der Verbrennung zugeführten Abfallstroms. Zugespitzt formuliert ist der Brennstoff Abfall zum Zeitpunkt der Verbrennung eine unbekannte Größe. Aber: Diese These erweist sich für die Brennstoffe Biomasse und Ersatzbrennstoff (EBS) als problematisch und kontraproduktiv. Denn im Umkehrschluss zur Situation des Brennstoffs Abfall wird erwartet, dass für die Brennstoffe Biomasse und Ersatzbrennstoff mit wesentlich geringerer Korrosionsbelastung zu rechnen sei. Handelt es sich doch um stofflich, physikalisch und thermisch homogenere Brennstoffe mit meist aufwändiger Vorbehandlung. Biomasse und Ersatzbrennstoffe sind also zum Zeitpunkt der Verbrennung keine unbekannten Größen. Sollte da nicht auch die Korrosion marginalisiert sein?



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 2 (2007) (Februar 2007)
Seiten: 18
Preis: € 0,00
Autor: Dr. Wolfgang Spiegel
Dr. rer. nat. Thomas Herzog
Renate Jordan
Dr. Gabriele Magel
Dr.-Ing. Wolfgang Müller
 
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