Auf sensiblem Terrain: Der Solarpark auf dem Müllberg wird immer beliebter
Immer mehr Deponiebetreiber erkennen die Chance, die in der Nachnutzung ihres Geländes als Solarpark besteht. Doch die Technik hat es in sich: Bei der Vielzahl der verfügbaren Abdichtungssysteme das passende Gründungssystem für die vorhandene Abdeckung zu finden ist eine knifflige Aufgabe, die viel Erfahrung erfordert.

(21.03.2012) Trotz neuer Gestaltung der Einspeisevergütung für Solarstrom ist der Solarpark auf dem Müllberg weiterhin interessant. Spezialisiert auf Gründungssysteme für den Bau in schwierigem Gelände ist die BFtec im hessischen Philippsthal. Zusammen mit dem ‚Institut für Geotechnik und Erneuerbare Energie’ in München hat das Unternehmen viele Anlagen möglich gemacht, die aufgrund der problematischen Bodensituation zu scheitern drohten. Denn Deponiekörper und ihre Abdeckungen sind ein sensibles Terrain.
Stillgelegte Mülldeponien müssen sukzessive abgedichtet und wieder rekultiviert werden. Spezialabdeckungen haben die Aufgabe, die Fläche wieder in die Landschaft einzugliedern und den Inhalt der Deponie vor Witterungseinflüssen zu schützen. Sie sollen insbesondere den Abfallkörper vor Wassereintritt schützen, aber auch die Emission des entstehenden Methangases vermeiden und dieses nutzbar machen. Doch ist der Untergrund nicht statisch: Der organische Teil der eingelagerten Abfälle befindet sich noch viele Jahre nach der Schließung mitten im Verrottungsprozess...
Unternehmen, Behörden + Verbände: BFtec GmbH, Aquasoli GmbH & Co.KG
Autorenhinweis: Martina Selzer, Selzer-Konzepte, Dipl.-Ing. Jürgen Schmid, Institut für Geotechnik und Erneuerbare Energie und Sebastian Kellner BFtec GmbH
Foto: Aquasoli